Offener Brief an die Medien Österreichs

MAG. PHIL. ORTWIN ROSNER:

OFFENER BRIEF AN DIE MEDIEN

Besinnt Euch, was Ihr tut!

Liebe Redakteure und Redakteurinnen des Landes, liebe Medienvertreter und Medienvertreterinnen, liebe Journalisten und Journalistinnen der österreichischen Nation!

Mein Name ist Ortwin Rosner. Ich verfasse dieses Rundschreiben als Autor, der jahrelang als freier Blogger für die österreichische Tageszeitung DER STANDARD tätig war, dessen Blog aber Anfang Dezember vergangenen Jahres unter fadenscheinigen Begründungen gelöscht wurde.1 Bis zuletzt hatte ich in meinen Beiträgen den Stil kritisiert, mit dem die Corona-Debatte geführt wird, die aggressive Stimmungsmache, die von Politikern und leider auch von Medienleuten ausgeht und die gegen Ungeimpfte sowie Corona-Demonstranten und ganz allgemein gegen Maßnahmenkritiker gerichtet ist.

Schließlich aber hat der Online-STANDARD einen bereits veröffentlichten (!) Beitrag von mir vom Netz genommen und daraufhin überhaupt die Zusammenarbeit mit mir beendet.2 In dieser Form ist das wohl ein einmaliger, noch nie dagewesener Vorfall beim STANDARD. Auch das ist, wie so vieles andere, ein Hinweis darauf, wie sehr sich der Diskurs in diesem Land radikalisiert hat und kritische Gegenstimmen aus dem Weg geräumt, ins Abseits gedrängt werden.

Ich wende mich allerdings nicht nur an den STANDARD, sondern an die Vertreter und Mitarbeiter aller großen österreichischen Medienhäuser. An Euch alle richte ich den eindringlichen Appell, Euch wieder Eurer journalistischen Grundsätze zu erinnern.

Insbesondere wende ich mich an die Verantwortlichen in denjenigen Medien, die sich doch sonst immer mit ihrem Eintreten für Toleranz und Menschenrechte hervorgetan haben, die nun aber von diesem Weg völlig abgekommen zu sein scheinen. Ich denke dabei nicht nur an den STANDARD, sondern beispielsweise auch an den FALTER, angesprochen fühlen darf man sich jedoch freilich ebenso in den Redaktionsstuben von profil und ORF. Sie alle will ich zur Besinnung rufen.

Und ich spreche dabei nicht nur in meinem eigenen Namen. Sehr viele Menschen dieses Landes nehmen dasselbe wahr wie ich und fühlen wie ich. Sehr viele Bürger sind inzwischen beunruhigt und erkennen mit Sorge, was aus einst „liberalen“ oder gar „linken“ und intellektuell anspruchsvollen Medien geworden ist. Wir sehen die zunehmende Radikalisierung und die Bedrohung, die dadurch für unser Land, für seine Einwohner und für den sozialen Frieden ausgeht.

Darum hier vorangestellt die eine Aufforderung, die an die Vertreter aller, aber ganz speziell an diejenigen dieser Medien gerichtet ist:

Hört auf zu radikalisieren!

Denn es ist absurd, wenn Ihr Journalisten Corona-Demonstranten vorwerft, sie würden sich radikalisieren. Ihr Journalisten werft damit anderen das vor, was Ihr selbst tut. Ihr selbst seid es, die hier andauernd radikalisieren. Und Ihr erweist damit unserem Land einen schlechten Dienst.

Besinnt Euch endlich, was Ihr tut!

Liebe Journalisten und Journalistinnen des Landes, liebe Medienvertreter und Medienvertreterinnen! Ihr scheint nur mehr ein Interesse an Polarisierung, an Schwarzweißmalerei und an aggressiver Stimmungsmache gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu haben.

Dabei geht es schon längst nicht mehr bloß um Corona. Das ist keine medizinische Debatte mehr, sondern eine Debatte über unsere Demokratie, über Grundrechte und unsere Demokratie, die Ihr Journalisten und Journalistinnen gerade zuschanden macht. Ihr seid gerade dabei, unsere Demokratie in eine illiberale Demokratie, unsere Gesellschaft in eine illiberale Gesellschaft und unseren Staat in einen autoritären Staat zu verwandeln.

Wenn man einen Eurer Sender aufdreht oder wenn man einen Eurer Artikel durchliest, findet man kaum mehr etwas anderes als eine durchgehende Diffamierung Andersdenkender. Ihr spaltet die Gesellschaft und schürt den Hass. Ob Ungeimpfte, Corona-Demonstranten oder einfach bloß Maßnahmenkritiker, sie werden von Euch ohne Unterlass abgekanzelt und als dunkle Gestalten dargestellt, als wütende, aggressive, irrationale und mit Rechten mitmarschierende Esoterik-Trottel, gegen die man mit harter Hand durchgreifen müsse und denen gegenüber jedes Mittel gerechtfertigt erscheint.

Alles, was diesem Bild widerspricht, das lasst Ihr weg. Wenn wo eine Demonstration stattfindet, dann fangt Ihr natürlich mit Euren Kameras einen Martin Sellner oder einen Martin Rutter ein und walzt deren Präsenz in Euren Berichten aus. Die Gruppe von jungen Frauen, die ein Schild hochhält mit der Aufschrift „Links & gegen Impfpflicht“, die wird aber beispielsweise von Euch ignoriert, die hat es schwer, auf Eure Titelseiten zu kommen.

Die Einseitigkeit Eurer Berichterstattung ist exorbitant, und eine differenzierte Herangehensweise ist von Euch nicht mehr zu haben. Und es zeugt geradezu von völliger Selbstverblendung, wenn etwa der FALTER auf seinem Cover groß „Wirr ist das Volk“ schlagzeilt und dann im Blattinneren unter der reißerischen Überschrift „Schamanen, Schwerter, Staatsfeinde“ eine ganze Bevölkerungsgruppe dämonisiert,3 sich dann aber gleichzeitig über die Radikalisierung der Proteste besorgt zeigt.4

Liebe Redakteure des FALTERs! Wer solche Titelstorys wie Ihr produziert, der tut schon selbst genügend für Radikalisierung, der braucht das wahrlich niemandem anderen vorzuwerfen. Man kann es dann jedes Mal beobachten, wenn auf solche Artikel hin die Aggression in den sozialen Medien neue Nahrung bekommt, durchs Netz zirkuliert und sich die Leute darin bestätigt fühlen, dass sie Ungeimpfte und Corona-Demonstranten auf nur alle erdenkliche Weise beschimpfen und anklagen dürfen, so als wären sie die Schuldigen an der Pandemie.

Liebe Redakteure des FALTERs! So sät man den Hass zwischen den Menschen. So trägt man zur gesellschaftlichen Eskalation bei. Warum tut Ihr das? Warum schreibt Ihr solche Artikel? Was bezweckt Ihr um Gottes willen damit? 

Oder was soll ich vom STANDARD sagen, der nicht einmal imstande war, einen kurzen Weihnachtsfrieden einzuhalten. Schon am 25. Dezember habt Ihr, liebe Leute von der STANDARD-Redaktion, einen Gastkommentar online gestellt, der sich nicht mal mehr die Mühe gemacht hat, irgendeine sachliche und differenzierte Darstellung vorzutäuschen. In einem wüsten, pauschalen Rundumschlag wurden da die Impfpflichtgegner der „Raserei“ beschuldigt, als finstere Gesellen dargestellt, denen „Gemeinwohl“ und „Solidarität“ fremd sei.5

Liebe Redakteure vom STANDARD, und Ihr werft dann der anderen Seite „Aggressivität“ vor? Solche Artikel sind aggressiv. Auch hier gilt, dass Ihr selbst permanent das tut, was Ihr anderen vorwerft. Und Ihr könnt zwar viele Leute täuschen, indes ist Euer doppeltes Spiel mittlerweile zu offensichtlich, als dass es nicht ebenso viele Leute bemerken würden.

Wenn Ihr Euch aber so gebärdet, wundert Ihr Euch dann wirklich über das Misstrauen, das Euch und Eurer Art des Journalismus immer stärker entgegengebracht wird? Habt Ihr das nicht selbst verschuldet? Liebe Redakteure und Redakteurinnen vom STANDARD! Am Ende schadet Ihr Euch selbst, wenn Ihr Euch so verhaltet, Eurem eigenen guten Ruf, den Ihr früher einmal hattet.

Während es von Euch keine Kritik am zunehmend autoritären Staat gibt, während Ihr über die tiefgreifenden Änderungen im Arzneimittel- und Gentechnikgesetz, die gerade über die Bühne gehen, kein Wort verliert (zumindest habe ich nichts davon gesehen), geht Ihr genau auf die Leute los, die diese Entwicklungen aufzeigen wollen und diffamiert sie als „Verschwörungstheoretiker“.

Das Absurde daran ist, dass Ihr am Beginn der Pandemie, vor ungefähr zwei Jahren, selbst davor gewarnt habt, dass in Ungarn Ministerpräsident Viktor Orban das Virus benutzen könnte, um dort Kritiker auszuschalten und eine Art Despotie zu errichten.6 Aber nun, wo sich hier in Österreich schleichend eine solche Orbanisierung abzeichnet, habt Ihr nichts anderes zu tun, als jeden Widerstand dagegen abzukanzeln.

Dass eine Zeitung, die einen solchen Beitrag lanciert wie diesen Kommentar vom 25. Dezember, immer noch glaubt, sie stünde hoch über den Publikationen, die sie als „Krawallblätter“ bezeichnet, das ist abstrus. Warum glaubt Ihr, liebe Leute vom STANDARD, dass Ihr etwas so viel Besseres seid?

Wesentliche journalistische Grundsätze scheinen bei Euch keine Rolle mehr zu spielen, so zum Beispiel das Prinzip der deutlichen Trennung zwischen Berichterstattung und Meinungskommentar. Bei Euch geht es praktisch nur mehr um Meinungsmache, und Berichterstattung und Meinungsmache gehen bei Euch so ineinander über, dass das nicht mehr auseinanderzuhalten ist.

Erst letzthin, am Samstag, dem 15. Jänner, als es wieder viele Demonstrationen in Wien gab, worüber habt Ihr, liebe Redakteure vom STANDARD, groß und ausgiebig berichtet? Selbstverständlich nur über die FPÖ-Kundgebung.7 Natürlich über finstere und rechtsextremistische Gestalten. Dass auch die ehemalige Grünen-Chefin Madeleine Petrovic auf einer von Ärzten veranstalteten Kundgebung gesprochen hat, das ist von Euch mit keinem Wort erwähnt worden.

Wir sind hier bei einem wesentlichen Punkt angelangt. Ganz allgemein gilt, dass jemand, der sich nur über die Leitmedien unseres Landes informiert, eine völlig verzerrte Vorstellung der samstäglichen Corona-Demos in Wien erhalten muss. Er bekommt keine Vorstellung davon, dass es –zig verschiedene Veranstalter sind, die da jeden Samstag an allen Ecken und Enden der Innenstadt Kundgebungen und Demonstrationen organisieren, dass diese Veranstaltungen von unterschiedlichsten weltanschaulichen Milieus getragen sind und dann immer wild und bunt zusammengemischt am Ring zusammenfließen. Stattdessen bekommt er aufgrund der Berichterstattungen den (falschen) Eindruck, dass da eigentlich mehr oder minder nur die FPÖ demonstriert und alle anführt. Dass aber ebenso ganz linksstehende Leute ihre eigenen Kundgebungen mit ihren ganz eigenen Rednern und ihren ganz eigenen Inhalten abhalten, dass man da am Ring sehr gut dabei sein kann, ohne irgendetwas von der FPÖ zu sehen, darüber erhält er kaum irgendeine Information von Euch.   

Und um zu wissen, liebe Redakteure vom STANDARD, auf was für eine Weise die Debatte durch Eure einseitigen Berichte angeheizt wird, braucht man nur in Euer Posting-Forum darunter zu scrollen. Da sieht man dann das Ergebnis Eurer Arbeit. Denn dort gehen daraufhin immer die Wogen der Empörung, der Wut und der Aggression über die Corona-Demonstranten und die Ungeimpften unermesslich hoch. Wenn es Euer Ziel wäre, verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen, dann hättet Ihr das jedenfalls damit erreicht.

Was soll ich aber wiederum von Euch sagen, liebe FALTER-Redakteure und Redakteurinnen, die Ihr in Eurer Ausgabe vom 9. November vergangenen Jahres eine Karikatur von Stefanie Sargnagel veröffentlicht habt, auf der zu sehen ist, wie sie auf dem Kopf eines Ungeimpften, dessen Argumente sie nichts abgewinnen kann, ihre Notdurft verrichtet? Findet man in der FALTER-Schickeria so etwas wirklich witzig? Seid Ihr tatsächlich so tief gesunken? Und nein, jetzt redet Euch nicht damit heraus, dass das Satire sei und Satire alles dürfe. Damit ist ganz gut das Niveau zusammengefasst, auf dem Euer Journalismus angelangt ist.

Bei all diesen Beispielen handelt es sich freilich nur um einige ganz wenige Exempel und womöglich noch nicht einmal um die drastischsten. Da könnte man eins nach dem anderen reihen, ein ganzes Buch könnte man damit füllen, und im Grunde müsste man die Beispiele andauernd aktualisieren, es kommt fortlaufend Neues dazu. Natürlich habe ich hier auch eher zufällig Beiträge von STANDARD und FALTER herausgegriffen. Beispiele für fragwürdigen Journalismus findet man ebenso en masse im ORF, im profil, auf FM4, auf Puls24 und sogar in der Kleinen Zeitung.

Meine Schlussfolgerung ist:

Wir haben es derzeit mit einem grandiosen Verfall des Journalismus in Österreich zu tun, mit einer Anbiederung des Journalismus an die Macht, in einem Ausmaß, wie es das vielleicht vorher noch nie in der Zweiten Republik gegeben hat. In dieser drastischen Form ganz sicher noch nicht. Und das ist ungeheuer gefährlich.

Liebe Leute vom STANDARD, vom FALTER und von anderen großen Medien dieses Landes. An Eurer Arbeit war ja auch schon bisher oft so einiges zu kritisieren. Aber Ihr habt nun, während der Corona-Krise, und das ist sehr vielen Beobachtern ersichtlich, jegliche Balance verloren. Ihr habt Euch zunehmend radikalisiert.

Ihr missbraucht Eure Machtposition, die Ihr habt, um von dort aus aggressive Stimmungsmache gegenüber einer bestimmten Bevölkerungsgruppe zu machen, gegenüber einer Minderheit, gegen die Ihr die Mehrheit aufpeitscht. Nicht nur ich, sondern auch viele andere beobachten kritisch diese Entwicklung, der Ihr anheimgefallen seid. 

Liebe Leute vom STANDARD, vom FALTER und von anderen großen Medien dieses Landes. Ich habe keine Ahnung, was in Euren Köpfen vorgeht. Und ich weiß nicht, ob meine Aufrufe zur Besinnung überhaupt irgendetwas bei Euch bewirken außer die üblichen automatischen Abwehrreaktionen. Dennoch versuche ich es.

Und ich frage Euch: Wie lässt sich das, was Ihr da tut, mit Euren Werten vereinbaren, für die doch einzustehen Ihr immer behauptet? Wie mit dem Eintreten für eine offene Gesellschaft, für den Schutz von Minderheiten und so weiter?

Liebe Leute vom STANDARD, vom FALTER und von anderen großen Medien des Landes. Seht Ihr nicht, in was für Zeiten wir uns befinden? Ungeimpften wird das Arbeitslosengeld und die Mindestsicherung gestrichen. Ungeimpfte dürfen nicht mehr auf Universitäten gehen. Wenn Ungeimpfte zum Arzt gehen wollen, kann es Ihnen passieren, dass dort ein Zettel an der Tür klebt: „Eintritt nur für Geimpfte!“ Und Eltern schreiben Briefe an die Schulen, in denen sie verlangen, dass ihr Kind nicht neben einem ungeimpften Kind sitzen soll.

„Wir wissen, dass sich viele Menschen – auch einige von uns – seit November in gesellschaftlicher Isolation befinden“ schreiben die GRÜNEN GEGEN IMPFPFLICHT UND 2G in einem Rundmail vom 23. Jänner, „und nicht einmal dringende Einkäufe erledigen können. Wir kennen Fälle, wo Mütter verzweifelt sind, weil sie für ihre Kinder nicht die notwendige Kleidung, Schuhe oder Schulsachen kaufen können. Wir kennen Menschen, die ihre Lieben nicht im Krankenhaus oder Pflegeheim besuchen können. Wir kennen Menschen, deren Nerven blank liegen, weil sie um ihre Existenzgrundlage fürchten.“

Das ist die Situation. Und ab 1. Februar gelten Ungeimpfte überhaupt als so eine Art Kriminelle. Denkt Ihr Journalisten und Journalistinnen nie nach, was das alles eigentlich heißt?

Selbst doppelt Geimpfte werden bald als Ungeimpfte gelten und denselben Schikanen und Diskriminierungen ausgesetzt sein, wenn sie sich nicht ein drittes Mal impfen lassen. All das ist nur mehr absurd.

Liebe Verantwortliche in den großen Medienhäusern. Merkt Ihr nicht, dass Ihr zu dieser gesellschaftlichen Radikalisierung beitragt durch Eure Art der Berichterstattung und Kommentierung? Ich erinnere Euch an Eure Verantwortung in dieser Stunde.

Liebe Verantwortliche in den großen Medienhäusern. Euch alle fordere ich auf, Eure aggressive und einseitige Berichterstattung zu beenden, mit der Ihr permanent Stimmung gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe macht. Ich fordere Euch auf, stattdessen wieder zu Eurer journalistischen Pflicht zurückzukehren.

Kommt zur Besinnung! Ich fordere Euch auf, Euch Eurer originären Werte zu besinnen und wieder das zu betreiben, was unser Land gerade jetzt mehr denn je dringend nötig hat: Nämlich einen unabhängigen, unparteilichen, kritischen und ausgewogenen Journalismus.

Ortwin Rosner

Wien, Ende Jänner 2022

Anmerkung: Eine verkürzte Version des Textes wurde von mir bei einer Corona-Kundgebung Anfang Jänner als „Neujahrsbrief an die Medien des Landes“ vorgetragen, abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=h3mt7Ucv0qo

Fußnoten:

1 Eine persönliche Stellungnahme von mir dazu hier: https://respekt.plus/2021/12/10/2-2-5-wie-der-standard-mich-zensuriert-hat/

2 Später ist der Artikel beispielsweise hier republiziert worden: https://respekt.plus/2021/12/10/corona-populismus-wie-man-den-hass-auf-die-ungeimpften-gezuechtet-hat/

Auf derselben Plattform findet man auch die Fortsetzung des Beitrags, die es eigentlich auf standard.at hätte geben sollen: https://respekt.plus/2021/12/10/corona-populismus-auf-dem-weg-zur-illiberalen-demokratie/

3  https://www.falter.at/zeitung/20211214/schamanen-schwerter-staatsfeinde

4 https://www.puls24.at/video/puls-24-die-politik-insider/die-politik-insider-wie-ueberwinden-wir-die-spaltung-der-gesellschaft/v-cgepm1gdjc6p?

5 https://www.derstandard.at/story/2000132139794/warum-impfpflichtgegner-wuetend-werden

6  https://www.derstandard.at/story/2000116029809/corona-notstand-orban-will-per-dekret-unbegrenzt-regieren

7 https://www.derstandard.at/story/2000132567962/corona-demo-mit-einem-vater-unser-dem-kaiser-und-kickl

47 Antworten zu “Offener Brief an die Medien Österreichs”

  1. Lieber Ortwin Rosner.
    Ein großartiger emotionaler Aufruf, der, wenn er denn von den Verantwortlichen gelesen werden würde, seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Aber ich bin skeptisch und sogar ein wenig hoffnungslos. Diese Gesellschaft ist nach zwei Jahren politischen und medialen Terror so tief gespalten das es einen kompletten Neuanfang bräuchte. Jedenfalls einen kompletten Neuanfang im politischen Bereich. Dieser Weg führt nur über die Entfernung aller alten, korrupten Systempolitiker-innen. Das wird nicht passieren. Wenn sogar der Bundespräsident der Republik durch die blinden Fenster und dicht gepolsterten Türen nicht’s sieht und nicht’s hört.
    Deshalb bin ich skeptisch und ohne große Hoffnung.
    Liebe Grüße
    Norbert E Seiger

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  2. „Wir haben es derzeit mit einem grandiosen Verfall des Journalismus in Österreich zu tun, mit einer Anbiederung des Journalismus an die Macht, in einem Ausmaß, wie es das vielleicht vorher noch nie in der Zweiten Republik gegeben hat. In dieser drastischen Form ganz sicher noch nicht. Und das ist ungeheuer gefährlich.“ … WIE WAHR!

    Was wir derzeit erleben, ist die Wiederholung von Maßnahmen, von denen wir bereits wissen, dass sie das von den Verantwortlichen gesetzte Ziel nicht erreichen werden.
    Warum macht man es trotzdem?
    Um diese Frage zu beantworten, muss man sich daran erinnern, dass es nie zur Ausrufung einer pandemischen Lage gekommen wäre, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre Definition einer Pandemie nicht im April 2009 geändert hätte. Bis dahin bestand als eine der Grundvoraussetzungen für eine Pandemie, dass es zu einer „enormen Anzahl von Toten“ kommt.
    Zudem wurde im Zuge der ersten Krankheitsfälle der Begriff „an und mit einer Krankheit verstorben“ eingeführt – eine Formulierung, die nie zuvor gebraucht wurde und wissenschaftlich ebenso unhaltbar ist wie das Verbot, an Verstorbenen Obduktionen durchzuführen. Beide Maßnahmen haben dazu beigetragen, die offiziellen Todesfall-Statistiken in die Höhe zu treiben.
    Die tatsächliche Opferzahl und auch der Altersdurchschnitt der am Virus Verstorbenen offenbaren jedoch etwas völlig anderes: Wir hatten es zu keinem Zeitpunkt mit einem globalen gesundheitlichen Notstand zu tun.
    Dafür aber haben die angeordneten Maßnahmen verheerende Folgen gehabt, und das nicht nur im gesundheitlichen Bereich: Parlamente wurden kaltgestellt, Grundrechte in nie dagewesener Weise eingeschränkt und weltweit diktatorische Strukturen errichtet, wie wir sie nur aus den dunkelsten Zeiten des Faschismus kennen.
    Warum?
    Um die Motive hinter den Maßnahmen zu verstehen, muss man den Blick auf einen Prozess lenken, der in den letzten Jahren monumentale Ausmaße angenommen hat und unser Leben inzwischen vollständig beherrscht: die Konzentration von immer mehr Vermögen und damit von immer mehr Macht in den Händen des DIGITAL -FINANZELLEN KOMPLEXES, also der Allianz aus den größten IT-Konzernen und den wichtigsten Finanzinstitutionen der Welt.
    Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Auffassung, unser Leben würde weitgehend von der Politik bestimmt, ist es dieser digital-finanzielle Komplex, der in unserer Zeit die richtungsweisenden wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen trifft – und zwar im Alleingang und weltweit.
    Trotz seiner Macht steht dieser Komplex zurzeit jedoch vor einem historischen Problem: Das bestehende Geldsystem, auf dem seine Herrschaft basiert, droht, nachdem es über ein Jahrzehnt lang von den Zentralbanken künstlich am Leben erhalten wurde, endgültig zu kollabieren und muss deshalb durch ein neues ersetzt werden.
    Dafür gibt es bereits einen Plan: die Einführung von halb-privaten digitalen Zentralbankwährungen. Diese aber werden die Menschen der vollständigen Überwachung und der totalen Kontrolle durch Staat und digital-finanziellen Komplex ausliefern. Ihre Einführung würde daher unter normalen Umständen auf gewaltigen sozialen Widerstand stoßen.
    Aus diesem Grund haben sich die führenden Kräfte im digital-finanziellen Komplex ganz offensichtlich für die Strategie des Great Reset entschieden: Sie nutzen die Endphase des bestehenden Finanzsystems, um es nach allen Regeln der Kunst zu plündern und führen so ganz bewusst seinen vollständigen Zusammenbruch herbei.
    Sobald dieser Zusammenbruch, der mit schweren sozialen Verwerfungen einhergehen wird, erfolgt, wartet man dann mit dem neuen Geld auf – allerdings nicht als Zwangsmaßnahme, sondern als humanitäre Aktion, indem man es den millionenfach von Arbeits- und Obdachlosigkeit Bedrohten – gewissenmaßen als rettenden Strohhalm – in Form des universellen Grundeinkommens präsentiert.
    Das Ganze ist ein riskantes Manöver, denn sein erfolgreicher Abschluss setzt voraus, dass die Mehrheit der Menschen sich diesem Weg in die digitale Gefangenschaft nicht widersetzt. Aus diesem Grund ist der digital-finanzielle Komplex gezwungen, bis zur Erreichung seines Ziels alles dafür zu tun, die Menschen in Schach zu halten, ihren Widerstand zu brechen und für ein Höchstmaß an Kontrolle, Überwachung und Einschüchterung zu sorgen.
    Genau diesem Zweck dürften Willkürmaßnahmen, wie z.B. die Einführung einer Impfpflicht dienen, die im Übrigen nicht wegen einer tödlichen Seuche, sondern wegen einer Erkrankung erfolgt, deren Symptome aus Kopfschmerzen, Schnupfen und rauer Kehle bestehen.

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    • Ach ja, schon wieder so ein „Verschwörungstheoretiker“. Ich habe beim Lesen Ihres Posts Gänsehaut gekriegt, denn Sie haben genau das ausgesprochen, was mir in den Sinn kam, als vor nunmehr 2 Jahren die Propagandawalze zur „Pandemie“-Herstellung zu rollen begann. Einzig, dass mir zwar bewusst war, dass da schon vorher was „im Busch“ gewesen sein musste, ich jedoch Datum und Einzelheiten nicht so genau festmachen konnte. Wenn ich versuchte, meine Gedanken bzw,. Meinung zu Thema an- bzw. auszusprechen, wurden diese als „unwissenschaftlich“ abgetan und als „Verschwörungstheorie“ lächerlich gemacht.

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  3. Ich möchte gar nix großartiges schreiben, denn der offene Brief ist großartig genug und eigentlich fehlen mir die Worte angesichts dessen was da in den letzten 2 Jahren geschrieben, diffamiert , denunziert und verleumdet wurde. Gerade die ehemals wirklich guten Zeitungen wie Falter, Standard und profil etc. haben am meisten gewütet und beschädigt! Ich frGe

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  4. Ich möchte gar nix großartiges schreiben, denn der offene Brief ist großartig genug und eigentlich fehlen mir die Worte angesichts dessen was da in den letzten 2 Jahren geschrieben, diffamiert , denunziert und verleumdet wurde. Gerade die ehemals wirklich guten Zeitungen wie Falter, Standard und profil etc. haben am meisten gewütet und beschädigt! Ich frage mich wo der zugewinn ist und wie man sich als Verfasser solcher Texte, abends in den Spiegel sehen kann. Da bleibt nur noch der Gedanke übrig: wehren den Anfängen!!

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    • Sie fragen sich, “ wie man sich als Verfasser solcher Texte, abends in den Spiegel sehen kann.“ Diese Frage gilt natürlich auch für diese unsägliche „Regierung“, die das Impfplicht – und das Arzneimittelgesetz durchgepeitscht haben,- tatkräftig unterstützt von den Medien. Und umsomehr gilt die Frage für die Jornalistinnen und die weiblichen NR-Abgeordeten, die sich dafür hergegeben haben, völlig vergessend, dass sie die Töchter und Enkelinnen jener Frauengeneration sind, die mit dem Slogan“ Mein Körper gehört mir“ auf die Straße gegangen sind, um gegen das Abtreibungsverbot und für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs zu kämpfen.

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  5. […] MAG. PHIL. ORTWIN ROSNER: OFFENER BRIEF AN DIE MEDIEN Besinnt Euch, was Ihr tut! Liebe Redakteure und Redakteurinnen des Landes, liebe Medienvertreter und Medienvertreterinnen, liebe Journalisten und Journalistinnen der österreichischen Nation! Mein Name ist Ortwin Rosner. Ich verfasse dieses Rundschreiben als Autor, der jahrelang als freier Blogger für die österreichische Tageszeitung DER STANDARD tätig war,… — Weiterlesen ortwinrosner.wordpress.com/2022/01/31/offener-brief-an-die-medien-osterreichs/ […]

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    • Danke, Herr Rosner für diesen mutigen, offenen Brief, der mir aus der Seele spricht. Es ist unfassbar und traurig, was hier gerade geschieht. Wie man radikalisiert wird, weil man in einem Klima von Ausgrenzung und Diffamierung keine andere Chance mehr hat, seine Würde zu behalten, als sich mit ähnlich denkenden Menschen zu verbünden. Als langjährige Standard und Falter Leserin kann ich es seit Mitte/Ende November kaum fassen, was hier geschrieben wird. Ich glaube, ich habe mein Standard Abo bis heute nicht gekündigt, weil ich es immer noch nicht glauben kann. Aber lesen kann ich meine einstige Lieblingszeitung auch nicht mehr, weil ich so entsetzt bin.

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  6. Danke für dieses Statement. Ich bin eine der Schlimmen die noch immer nicht geimpft ist. Ich war immer Falter Leserin und habe immer wieder demonstriert seit 30 Jahren ( gegen Fremdenfeindlichkeit., gegen den Irakkrieg, war bei aks Demos immer dabei und bin, auch aufgrund meiner Arbeit an der Basis immer für Minderheiten eingetreten, ich war 25 Jahre aktives Mitglied bei AI). Jetzt steh ich als Verräter da weil ich mich und mein Kind (beide gesund) nicht impfen lasse. Mein Mann ist weil er Risikopatient ist auch geboostert. Keiner von uns hatte jemals diesen Virus. Aber jetzt weiss ich wirklich was es heisst zu einer Randgruppe zu gehören. Jetzt haben mir schon vier Personen den Tod gewünscht. Ich bin in der Sozialarbeit seit 27 Jahren tätig und wie gesagt immer fuer Menschen ohne Lobby eingetreten. Das alles zählt nicht mehr weil ich eine Ungeimpfte bin. Es ist spannend und schockierend was da grad passiert, aber grundsätzlich bin ich mittlerweile eine anscheinend wertlose und systembelastende Person und das werde ich niemals vergessen. Der Bruch ist da und die, die mir den Tod wünschen, und wie mit mir umgegangen wird werde ich nie mehr vergessen. Gottseidank ist unser Kind noch immer nicht angstbehaftet und lebt sein Leben auch mit so einer „schlechten“ Mutter gut und gottseidank lassen wir uns in der Familie nicht trennen. Ich hätte nie in meinem anscheinend naiven Leben geglaubt soooo gesellschaftlich ausgeschlossen zu werden. Danke für Ihren mutigen Beitrag und Ihr Engagement!!!! Danke vielmals!!!

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  7. Sehr geehrter Herr Rosner, danke, danke für Ihren mutigen Brief! Ich versuche seit einem sehr traurigen Gespräch mit meinem Bruder zu Weihnachten die gesellschaftlichen Entwicklungen in einem Corona-Tagebuch für meine Enkelkinder aufzuzeichnen Denn ich befürchte, es wird wieder eine Zeit kommen, in der die Menschen zu den Jahrestagen sagen werden: Wie konnte es dazu kommen? – Nie wieder darf es so weit kommen! Danke, dass es noch Journalisten gibt, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und Haltung zeigen.

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  8. Ich weiß nicht ob es beruhigt:
    Das ist in Deutschland, Italien und im Rest der Welt nicht anders!
    Betreutes Informieren ist REALITÄT:
    Die »Trusted News Initiative« (gegründet 2019!), läuft weitgehend unter dem Radar.
    Die BBC, die hier eine Art »Spiritus Rector« zu sein scheint, leitet fast wortgleiche Meldungen bei der European Broadcasting Union (EBU), in der auch ARD, ZDF, SRG und ORF sind, im Kampf gegen »Falschinformationen«.
    Hier ein passender und spannender Artikel dazu:
    https://www.rubikon.news/artikel/verordnetes-einheitsnarrativ

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  9. Habe heute,bevor ich den offenen Brief gelesen habe,
    den Falter gekündigt.
    Danke für den eigentlich
    dramatischen Aufruf,denn eigentlich bin ich fassunslos
    was gerade abläuft.

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  10. Ich lebe nicht in Oesterreich, habe aber Artikel in den Zeitungen verfolgt und selbst mir, ist die agressive Berichterstattung gegenueber den „sich nicht impfen zu lassen“ aufgefallen, haben diese Menschen ,denn nicht das Recht nein zu sagen , wenn sie es fuer richtig halten aus gesundheitlichen und anderen Gruenden? Ich dachte Oesterereich ist eine Demokratie. Schade, dass so ein friedliches Land in zwei gespalten wird.

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  11. Bravo, Herr Rosner! Danke für diese treffende Analyse! Leider ist die Diffamierung großer Bevölkerungsteile der Regierung mithilfe der Medien leider ein globales Phänomen, wie man ja schön in Kanada sehen kann, wo der Trucker-Konvoi von den Medien als faschistisch dargestellt wurde. Man war sich auch nicht zu blöd zu versuchen den Russen das anzuhängen. Bleiben Sie bitte weiterhin so kritisch!

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  12. S.g.Hr. Rosner!
    Vorab für diese mutigen Zeilen gratulieren und hoffe inständig, dass sich diese, viele ihrer Kollegen und vor allem die Verantwortlichen alker Medien, zu Herzen nehmen! Muss aber im gleichen Atemzug an.erken, dass ich nicht viel Hoffnung habe, da ja ein Großteil der Print- und sonstigen Medien von den fragwürdigen Machthabern dieser Welt gekauft sind und daher der freie Journalismus keinen Platz mehr hat.
    Nach 40 Jahren Exekutivdienst szand für mich vom Anbeginn der „PLANDEMIE“ fest, dass es hier nicht um das Gemeinwohl und die Gesundheit der Weltbevölkerung geht, sondern nur um Macht und Kontrolle – L
    leider! Ich befürchte, dass wieder die Zeit kommen wird, wo die Masse wieder sagt: „Was hätten wir den tun dollen, wir haben es ja nicht gewusst „!
    Ich bin froh, dass ich in Pension bin, denn ich könnte so einen Staat bzw solch Gesetze und Verordnungen wie sie jetzt unter äußerst fragwürdigen Vorspielungen geschaffen wurden, vor dem Souverän, dem Volk nicht mehr vertreten und auch exekutieren!
    Ich wünsche ihnen Herr Rosner, weiterhin viel Kraft und Mut bei ihrer Haltung zu bleiben und hoffe, dass sich viele ihrer Kollegen sie als Vorbild nehmen, denn nur mit GUTER, EHRLICHER und HERZOFFENER Energie kann man diese schwarze Energie besiegen!
    Ihr
    Manfred Plaimer

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  13. Danke, Herr Rosner, dass Sie diesen Skandal, der sich bei den Medien abspielt so klar und deutlich ansprechen. Nachdem ich seit Anfang der Corona Thematik gesehen habe, welche Angst durch die Nachrichten und durch die Zeitungen verbreitet wird, haben mein Mann und ich „Medienabstinenz“ gewählt.Was nicht heißt, dass wir nicht trotzdem alles mitbekommen, was gerade abläuft. Was Menschen in so einer Situation wirklich brauchen würden, das wäre Postivität ohne Schönreden, eher in dem Sinn Hoffnungen zu geben trotz der Unsicherheiten und Respekt jedem Menschen gegenüber! Ethik und Achtsamkeit auch anders denkenden. Leider ist bei den meisten großen Medien das Gegenteil der Fall und es erinnert mich sehr an frühere Zeiten, die ich als Jahrgang 1958 nie verstehen konnte, wie es passieren konnte, dass man so einen Hass gegen eine Gruppe von Menschen aufbauen konnte. Und unverständlicher war es mir, dass ein Großteil der Bevolkerung da mitgemacht hat. Jetzt erlebe ich es sozusagen life und es zeigt mir traurigerweise, wie Medien und Politik ihre Macht dazu verwenden um Menschen zu lenken. Leider ist es die Angst, die ausgenutzt wird. Danke fürs Aufdecken und Erkennen und fürs Sichtbar machen. Sonja Masarik

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  14. Vielen Dank für diesen wunderbaren Brief! Ich hoffe, er wird irgendwo wahrgenommen. Es ist schrecklich, was gerade mit unserem einst so wunderbaren Land und unserer Bevölkerung geschieht.

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  15. Sehr geehrter Mag. Ortwin Rosner!

    Die Medien, egal ob Zeitschriften oder öffentlich rechtliche Fernsehsender auf der ganzen Welt sind fast alle von unserem System abhängig. Solange sie vom System geschützt und benutzt werden und nicht frei berichten können, wird sich nichts ändern. Die jeweiligen Regierungen sind von den Medien abhängig, wie die Medien über sie berichten. Wenn somit ein Politiker oder Journalist nicht mehr erwünscht ist, entscheiden die Medien wer weiter arbeiten darf und wer nicht. Sie haben also vom System eine Macht erhalten, (4. Säule des Rechtsstaates) die sie nicht so nutzen, wie sie eigentlich in der Verfassung vorgesehen ist. Wenn man ihr Schreiben durchliest, erkennt man, dass auch sie ein Betroffener davon sind.
    Ich möchte nun anschließend zwei Möglichkeiten anführen, wie zwei sehr bekannte amerikanische Präsidenten in ihrer Amtszeit mit den Medien kommuniziert haben, nämlich völlig konträr.

    Der letzte US-Präsident Donald Trump, der sich seit John F. Kennedy meiner Ansicht nach als erster wieder für sein Volk und für den Weltfrieden eingesetzt hat und dies auch noch immer tut, sagte in seiner Amtszeit folgendes zu seinen Bürgern: „Sie sind nicht hinter mir her, sie sind hinter euch her“.
    Dies, nachdem ihn die Mainstream Medien in seiner Amtszeit und auch darüber hinaus, faktisch immer schlecht dargestellt und auch dementsprechend schlecht über ihn berichtet haben. Sie schreckten auch vor zahlreichen Fake-News nicht zurück und hatten bei vielen Leuten damit Erfolg Trump zu schaden.
    Trump legte sich von Beginn seiner Amtszeit lautstark mit diesen Medien an. Er wusste genau wie viel Macht sie weltweit haben und welche zentrale Rolle sie in diesem System in Wirklichkeit einnehmen. Er weiß ganz genau, dass die Mainstream Medien auf der ganzen Welt die Meinungsbildung der großen Masse der Menschen beeinflussen und diese Masse den Informationen glaubt. Er kritisierte sie trotzdem scharf, indem er sie immer wieder als korrupt bezeichnete und der bewussten Verbreitung von Falschmeldungen bezichtigte. Für mich bestätigt dieses Verhalten des Präsidenten der USA, dass er etwas Großes vorhat und dafür kämpft.
    Im Gegensatz zur Vorgehensweise des John F. Kennedy, der bei einer Rede am 27. April 1961 vor der amerikanischen Presse, diese Medien um Hilfe gegen eine wie er sagte „monolithische und ruchlose Verschwörung gegen das amerikanische Volk“ bat. Er erhoffte sich mit seiner Rede, dass die Amerikaner dadurch wieder das sind wozu sie geboren sind, nämlich frei und unabhängig.
    Diese Rede wurde daraufhin von diesen Medien verheimlicht und sogar falsch dargestellt. Es wurde behauptet, dass Kennedy vor einem Einfluss Russlands und der Kommunisten warnen wollte, obwohl er in seiner Rede kein einziges Mal die Wörter Russland, Sowjetunion, Kommunismus oder Kommunisten verwendete. Der weitere Lebenslauf des John F. Kennedy ist bekannt. Das Video über die Rede ist sehenswert und auf YouTube („silberjunge John F. Kennedy: verheimlichte Rede – Kennedys Warnung – 19 Minuten)
    zu sehen.
    Alle anderen Präsidenten dazwischen waren meines Erachtens dem System treu und in zahlreiche Kriege verwickelt, oder lösten sie sogar aus.
    Die entscheidende Frage war für mich immer, wer schafft die Rahmenbedingungen in unserem System. Laut Verfassung müsste es das Volk sein, aber ist das wirklich so?
    Man braucht nur den Verlauf der Pandemie zu verfolgen um für sich selbst zu erkennen, wo die Meinungsvielfalt der Mainstream Medien hingekommen ist. Weltweit herrscht eine Gleichschaltung und jeder (sogar anerkannte Wissenschaftler, Ärzte und andere bekannte Personen aus der Gesellschaft), die einer anderen Meinung sind, werden ignoriert oder sogar diskriminiert. Tausende verlieren ihren Job!
    Aber gerade deswegen werden die Menschen immer mehr wach und erkennen die derzeitige Rolle dieser Medien. Mir kommt es so vor, als ob jemand Angst davor hat und zwanghaft verhindern will, dass die Menschen die Wahrheit über große Ereignisse in den letzten Jahrzehnten erfahren und die Menschheit immer mehr aufgeweckt wird. Man mußte daher mit einem für Aufsehen sorgenden Ereignis erreichen, dass die Menschen quasi live erkennen, wie unser System funktioniert. Es war daher auch notwendig der ganzen Welt führende und leitende Personen unseres Systems bei der Bewältigung eines Problems zur Schau zu stellend. Nur so konnte man die Medien langsam ausschalten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
    Es gilt nämlich der Grundsatz „Friede ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit erreichbar.
    Dieser große Wandel ist derzeit auf der ganzen Welt im Gang und ist nicht mehr aufzuhalten. Auf die Hilfe der Medien kann man in ihrer derzeitigen Form leider nicht bauen. Ich weiß allerdings, dass es auch im Bereich der Journalisten zahlreiche Menschen gibt, die ihre Arbeit hervorragend verrichten und beide Seiten sehen. Allerdings ist der Kopf des Mediensystems heutzutage nicht gewillt deren Beiträge zu senden. Gut dass es solche Journalisten wie sie gibt, die das mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren können. Es werden überall mehr, die ungehorsam gegenüber diesem System sind.

    Meiner Ansicht nach zerstört sich die derzeitige Art des Journalismus, die von den Mainstream Medien im Gleichklang auf der ganzen Welt so vorgegeben wird, gerade selbst. Diese Medien sind leider seit Jahrzehnten dem System treu, weil sie alle davon abhängig sind. Man muss nur beobachteten wie die Einschaltquoten dieser Medien weltweit sinken. Dies ist ein Zeichen, dass die Weltbevölkerung aufwacht und selbst bemerkt, dass sie immer mehr angelogen wird. Wenn man den Geldfluss dieser Medien, egal ob Zeitungen oder Fernsehsender verfolgt, wird jedem klar, von wem sie finanziert werden, das heißt für mich somit, dass ihnen die Einschaltquoten eigentlich egal sind, weil sie ohnehin von den staatlichen Förderungen und privaten Spenden leben. So lang sie diese erhalten, werden sie dementsprechend berichten. Ich meine damit, dass der Großteil defizitär wirtschaftet und von diesen Zuwendungen vollkommen abhängig ist. Der Standard erhält schon seit über 30 Jahren im Zuge der besonderen Presseförderung Millionen Zuwendung allein vom Steuerzahler. Dies unter anderem nur deshalb, damit die Medienvielfalt (ein verankertes Grundrecht) für die Bürger aufrechterhalte werden kann. Sonst gäbe es angeblich nur eine Zeitung, die alles aufkaufen und einseitig berichten würde. Übrigens bekommen diese besondere Presseförderung nur jene Zeitschriften, die im Antrag begründen können, dass sie ohne diese Zuwendung nicht existieren können. Eigentlich keine Motivation nicht defizitär zu wirtschaften.
    Von den Sonderzahlungen in der Corona-Krise und von Inseratenschaltungen zur Bekämpfung der Pandemie durch die Regierung ganz zu schweigen.
    Solange sich diese Mainstream Medien hinter der Meinungsvielfalt verstecken können, werden sie niemals anders berichten.
    Sie sind leider zum Handlanger des Systems geworden und klammern sich mit allem was sie haben daran, weil sie glauben ohne diesem System nicht existieren zu können.
    Alle Medien, die jetzt mit ihrer Berichterstattung nicht umschwenken, zerstören sich gerade selbst.

    Zum Abschluss möchte ich noch einen passenden Spruch zu unserem System anbringen:

    Wenn zwei Schachspieler an einem Schachbrett sitzen und man weiß, dass einer der beiden manipuliert, muß man nicht den Spieler austauschen sondern das Brett.

    Wenn man nämlich in einer Demokratie zu lange schläft, wacht man in einer Diktatur auf.

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    • Ja, Donald Trump war von Anfang an zur Hexenjagd ausgeschrieben und es freut mich, dass es, wenn auch wenige objektive Stimmen zum Reizthema „Trump“ gibt. Man wird in Europa ja sofort ins rechte Eck gestellt, wenn man — auch jetzt noch — nicht in die Verteufelung bzw. Verhöhnung mit einstimmt. Was Kennedy betrifft, bin ich von seiner Aura als „Lichtgestalt“, als die er, zumindest in Europa, noch immer gilt, nicht so ganz überzeugt. In der ausgezeichneten, breit angelegten Doku „The Vietnam War“, von Ken Burns & Lynn Novick die, glaube ich, 2019 auf ARTe lief, kommt Kennedy meiner Wahrnehmung nach nicht so gut weg, denn er hatte offenbar auch schon sehr früh seine Hände in dem abgekarteten Spiel um den Vietnamkrieg drin.
      Ich (Jg.1946) bin keine promovierte Historikerin, aber eine denkende Bürgerin und mein erstes bewusst wahrgenommes zeitgeschichtliches Ereignis war der Ungarn-Aufstand 1956. Dann kam 1961die „Schweinebucht“ und 1962 die „Kubakrise“ und 1963 die Ermordung Kennedys…Alles erlebte Zeitgeschichte…

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  16. Lieber Ortwin!

    Vielen Dank für deinen Mut und deine Ehrlichkeit! Auch ich bin sehr enttäuscht von den Medien. Ich bin Künstlerin und habe bereits im vergangenen Juni ein Projekt über die Medien und ihre Macht, Menschen zu manipulieren, geschrieben. Dieses Jahr ist es mein Thema. Obwohl ich immer wieder über die sozialen Medien versuche, KünstlerInnen davon zu überzeugen, den Mund aufzumachen, hat mich dein offener Brief an die JournalistInnen inspiriert und ich werde auch einen an meine KünstlerkollegInnen in Österreich schreiben. Ich danke dir noch einmal und glaube, dass der Mut in der heutigen Zeit und das Aussprechen der Meinung unsere Pflicht ist, und obwohl es viel Energie kostet, wird dies in der Zukunft gewürdigt werden.

    Alles Liebe
    ada

    https://k-ada.space/

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  17. Dis Stimmen im Forum des „Standard“ darf man nicht allzu ernst nehmen, sie sind nicht repräsentativ. Wer wiederholt nachdrücklich maßnahmenkritische (oder die Berichterstattung kritisierende) Posts schreibt, wird einfach gesperrt und kann auch nicht mehr bewerten; wegen angeblichen Verstoßes „gegen die Community-Richtlinien“.

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    • Keinen einzigen Post von mir im Standardforum habe ich veröffentlicht gesehen, dafür habe ich vom Herrn Chefredakteur Martin Kotynek am 9.Jänner eine Email erhalten mit dem Betreff: „Mit Haltung ins neue Jahr“
      Nach der Überschrift „Unabhängiger Journalismus lässt sich am besten durch den Beitrag vieler Menschen gewährleisten“ folgte ein wortreicher Mittelteil, der dann mit der Floskel „Mit Ihrer Unterstützung können wir auch 2022 unabhängigen Journalismus gewährleisten. Ihr wertvoller Beitrag zählt“ plu Unterstützungs-Logo abschloss.
      In meiner Antwort wies ich ihn auf den eingangs erwähnten Umstand hin, getan hat sich abgesehen von einer weiteren „Vertröstungsmail“ nichts mehr. Danach war es mir eh zu blöd, mich weiter mit dem Standard zu beschäftigen.

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  18. Unser Land entfernt sich immer mehr von demokratischen Werten und Objektivität. Was in Österreich leider immer schon Tradition hatte, nämlich Opfer zu Tätern zu machen und umgekehrt, prägt jetzt mit unglaublicher Vehemenz die Print-und TV Medien, ganz speziell den ORF. Das ist eine immens gefährliche Entwicklung.

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  19. Danke Herr Rosner für Ihren sehr treffenden Brief. Die von Ihnen geschilderte Sachlage bildet leider die traurige und sehr gefährliche Realität ab. Zurzeit werden seitens der Politik und der Medien Aussagen getroffen, die noch vor ein paar Jahren zu einem sofortigen Parteiausschluss oder einer fristlosen Kündigung geführt hätten. Es hat sich eine Tür geöffnet, die fast jeden Kommentar zulässt. Die beiden Protagonisten schaukeln sich gegenseitig in schreckliche und gefährliche Höhen, wo führt das noch hin?!

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  20. Vielen Dank für diesen Brief! Es bedeutet mir viel, zu lesen, dass es tatsächlich noch Journalisten gibt, die ihre Werte tatsächlich verkörpern und nicht nur „wild herum projizieren“. 🙂

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  21. Danke Hr Rosner, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich habe selbst an einige Medien geschrieben mit ähnlicher Aufforderung, der österreichische Presserat, der zumindest mal früher auch zuständig war die Einhaltung des journalistischen Ehrenkodex zu beobachten, war telefonisch über Tage hinweg nicht mal erreichbar! Ich finde Ihren Brief fast zu höflich. Der Qualitätsverlust, die Verantwortungslosigkeit und himmelschreiende Dummheit österreichischer Medienleute bedarf m. A.n. einer sofortigen Kontrolle durch die Bürger und einer dringenden Reformarbeit! Und das schon ohne CORONA! Unser Problem in diesem Land ist ein Autoritätsdünkel, Verfilmung von Möchtegern mit Mächtigen, uvm. Ich darf sagen: Es widert mich schon lange an!

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  22. Lieber Herr Rosner, der Verfall des Journalismus begann nicht erst mit C. Eine wichtige Vorbedingung war, dass er schon vorher passierte, auch wenn es damals weniger Menschen auffiel. Ich recherchierte vor C über Netzwerke und Korruption, die von allen Mainstream-Medien gedeckt wurden. Dabei ging es auch um Subversion, die sich etwa im Bereich Landesverteidigung zeigte und dadurch erleichtert wurde, dass via Mainstream Vorgänge verzerrt dargestellt wurden, wie man auch beim Thema Eurofighter sah, wenn man es untersuchte. Bei C war mir klar, dass etwas anderes gespielt wird und psychologische Kriegsführung eingesetzt wird. Damit käme man ohne Kooperation der Medien nicht weit. Schauen Sie in meinem Blog vorbei, dort wird all dies angesprochen.

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    • Ich erinnere z.B. mich noch sehr gut an den Golfkrieg Anfang 1991, als der Journalist Paul Schulmeister, (ab 1984 beim ORF-Fernsehen Leiter der Auslandsredaktion, Moderator und ständiger Kommentator, sowie ab 1991 auch stellvertretender Chefredakteur) allabendlich dem TV-Publikum eine Gardinenprdedigt oder Standpauke hielt, um ihm die Notwendigkeit der Überfluggenehmigung für die USA einzubläuen…(Aus Wiki): „Seit 1991 kann die Bundesregierung die Aus- oder Durchfuhr von Kriegsmaterial erlauben, wenn dies zur Umsetzung von Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen geschieht.“ …“Von dieser Möglichkeit wurde 1991 durch die Erteilung von Durchfuhr- und Überfluggenehmigungen an die USA im Rahmen des Golfkrieges Gebrauch gemacht.“
      Fazit: Mit Status Quo eigentlich nichts Neues unter der Sonne..

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      • Ja genau, und beim Kosovokrieg 1999 war es das Gleiche! Jetzt sieht man das Märchenerzählen z.B. daran, dass die engen Verbindungen von Peter Pilz zur WKStA übersehen werden und etwa bei Eurofighter, wo Pilz die Justiz in eine bestimmte Richtung drängte, nicht ernsthaft ermittelt wurde. Dafür trumpft er jetzt mit ÖVP-SMS auf, die zu einem breiteren Bild gehören, das wir uns jedoch nicht ansehen sollen.

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      • Lieber Bernd, ich melde mich gerne bei dir – ich habe von einer beginnenden Vernetzung von kritischen Journalisten gehört, da bin ich auch sofort dabei. .

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  23. Sehr geehrter Herr Rosner,
    vielen Dank für Ihren mutigen, klaren, lange überfälligen und hochlesenswerten Brief. Ich kann ihnen nur in allem Gesagten aus tiefstem Herzen beipflichten. Natürlich gäbe es noch viel zu sagen, aber das Schreiben hat ja schon eine recht ansehnliche Länge. Für mich persönlich ist eines der frappierendsten Dinge an dieser Entwicklung, dass ausgerechnet die Grünen eine der treibenden Kräfte in diesem neuen Extremismus sind. All dies lehrt mich Demut und bringt mich zum Hinterfragen vieler früherer Überzeugungen. Und es macht mich auch wütend und führt dazu, dass ich mich innerlich völlig von diesem Staat verabschiede. Dies ist einer der schlimmsten Schäden dieser Politik und ob er reparabel ist, wird man erst sehen.

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  24. Exzellenter Brief von Mag . Phil. Ortwin Rosner .
    So wie ihn brauchen wird mehr in Österreich.
    Bleib so, wir unterstützen Sie .
    L.g Frau Sarah Dusa

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